Sonstiges

Bobsport

„to bob“ kommt aus dem englischen und heißt so viel wie „sich ruckartig bewegen“. Dass die Königsdisziplin des Schlittensports heutzutage eher fließend  und alles andere als ruckartig und langsam stattfindet, ist wohl der stetigen Verbesserung der Bobschlitten-Technik und der Bahnen zu verdanken.

Die Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte und heute bei den Olympischen Spielen nicht mehr wegzudenkende Wintersportart hat mittlerweile viele Anhänger gefunden.

Die Fahrten im 2er- bzw. 4er-Bob finden auf künstlich angelegten Bobbahnen statt, wo bei Wettkämpfen schon Geschwindigkeiten bis zu 150 km/h gemessen wurden.

Die Kleidung der Fahrer ist aus einem speziell entwickeltem Stoff, hält Kälte fern, ist robust und natürlich in Team erkenntlichen Farben gestaltet.

Verwandt ist diese Sportart mit dem Skeleton, bei dem man bäuchlings auf einem speziellen Schlitten durch den Eiskanal rast.

Beim Bobfahren gibt es einen Piloten, der den Bob durch den Kanal mit Hilfe von Lenkseilen manövriert und einen meist athletisch gebauten Anschieber, der extrem gut sprinten können muss und dem Bob die nötige Beschleunigung beim Start gibt.

Beim ebenso verwandten Rennrodelsport dagegen liegt der Fahrer auf dem Rücken seines Schlittens, beschleunigt am Anfang mit Schlägen der Hände aufs Eis und lenkt mit Verlagerung des Oberkörpers.

Und so, wie der Rennrodelsport aus dem Freizeitvergnügen des Rodelns entstanden ist, so haben einige Leute die Eisbahn zur allgemeinen Belustigung für sich entdeckt.

Man denke nur an Herrn Raab, der mit asiatischem Kochgeschirr Olympia-ähnliche Disziplinen aufgestellt und ein so genanntes Wok-Rennen veranstaltet hat.

Wann er wohl mit der ersten Matratze eine Eisbahn hinunterfährt, ist sicherlich nur noch eine Frage der Zeit.

Auch die Filmindustrie entdeckte den Bobsport für sich und zeigte den lose auf einer wahren Begebenheit basierende Film „Cool Runnings – Dabei sein ist alles“. Er beschreibt die Geschichte einer jamaikanischen Mannschaft, die sich 1988 bei den Olympischen Winterspielen in Calgary qualifizieren konnte und alle bis dato maßgeschneiderten Klischee sprengte. Die Aussage „Cool Runnings“ kommt aus dem jamaikanischen Kreolisch und bedeutet so viel wie „Gute Reise“.